Montag, 23. November 2015

Sklavenhandel

Kurz vor der Morgen beginnenden Klassenfahrt noch einige Eindrücke vom zurückliegenden Wochenende in Fetteh. Diesmal war im altbekannten, zumeist menschenleeren Tills Ressort dank einer angereisten Kirchengemeinde etwas mehr los und man hatte beim Frühstück -nach dem Surfen- ordentlich was zu beobachten.


Nachdem uns das Singen und die Reden genug unterhalten hatten gab es dann einen Nachmittagstrip in den Nachbarort Senya Beraku um das dortige Fort aus dem 15 Jh. zu besichtigen. Damals eines der zahlreichen Zentren an diesem Küstenabschnitt für den lukrativen Sklavenhandel, betrieben wechselnd von Holländern, Deutschen, Engländern und Portugiesen. Von hier aus wurden die Menschen dann -oder zumindest diejenigen die die gewollt brutale Haft überlebt hatten, schließlich wollte man nur Top-Qualität- überwiegend nach Europa und Südamerika verschifft. Zwar kein besonders lebensbejahender Ort aber doch spannend anzusehen. Besonders da direkt am Fort selber ein -Surfblabla: Reichlich schwabbeliger rechter Point- Surfspot liegt. Außerdem haben sich die Einheimischen von der gruseligen Geschichte dieses Ortes nicht davon abschrecken lassen darin eine Bar zu eröffnen...








Kulinarisch gab es am WE wieder mal einheimische Köstlichkeiten:


Groundnutsoup & Riceballs
(Erdnusssuppe mit Reisballen)
Langusten, Yam & irgendeine weitere namenlose Frucht
Entsprechend erholt kann also die Klassenfahrt ins Landesinnere angegangen werden...

Dienstag, 17. November 2015

Bushmeat

Kapitel I: Motorsport

Der letzte Dirtroad-Trip oder tendenziell laut unserem Mechaniker eher der vermutet seltene Einsatz des 4WD der Vorbesitzerin hat unserem bislang maximal bewährten Gefährt scheinbar etwas zugesetzt: Mit unserer letzten Heimfahrt gen Accra ist zumindest ein unangenehmes, metallisches, rhythmisches Rattern aufgetaucht und -seltsamerweise- trotz längerem Ignorieren auch nicht von alleine wieder verschwunden. Folglich war der erste Besuch beim Mechaniker angesagt und dieser Besuch verlief durchweg 1a afrikanisch positiv: Noch mit üblen Vorahnungen -gemeinsam mit unserem Gärtner- zu einer bekannten Werkstatt gefahren wurde dort nach kurzer Diskussion von einem eingespielten 3-Mann-Team innerhalb von Minuten der Fehler gefunden: Gebrochene Antriebswelle des 4WD vorne links. Hat weniger als 30 Minuten gedauert und war so mit das Beste was ich an Teamarbeit je gesehen habe. Drei Leute plus ein Werkzeugkasten, jeder wusste was er tat, es ging blitzartig. Danach war das Auto wieder einsatzbereit, wenn auch ohne 4WD,  und für den nächsten Tag wurde das passende Teil organisiert und  wieder eingebaut, wieder eine Aktion von 30 Minuten. Gekostet hat das Ganze dann keine 90 €uronen, Stressfaktor für uns Null, es war optimal. Mit etwas Gelassenheit und Vertrauen können hier jede Menge auftretende Probleme definitiv recht problemlos werden.



Kapitel II: Chance for children

Auch wenn alle Surfproleten jetzt aufstöhnen in der Vorweihnachtszeit an dieser Stelle mal etwas wirklich Sinnvolles. Letzten Freitag dann Teachers Trip zum Strassenkinder-Projekt Chance for Children in Hebron nahe Accra. Unsere Schule arbeitet an einer Vertiefung der Zusammenarbeit mit dieser Schweizer NGO. Falls irgendjemand zu Weihnachten wirklich etwas Anständiges unterstützen möchte hole er sich hier mehr Informationen:
http://www.chance-for-children.org/de/
Ansonsten kann er sich darüber amüsieren dass wir anschließend noch sehr nett, sehr ausgiebig und unpassend sehr, sehr lächerlich überteuert auf Kosten unserer Schule zum Essen eingeladen waren.





 Kapitel III: Bushmeat

Samstagabend gab es dann gemeinsames Grillen mit Kollegen. Ohne Bushmeat, eine Art übergroße afrikanische Ratte die hier im Wald lebt und überall gegrillt angeboten wird, dafür mit jeder Menge etwas leichter verdaubaren Speisen. Aber eines Tages...
Sonntag dann noch kleiner, aber ganz spaßiger Kokrobite-Beachbreak zur Versöhnung der/des Surfproleten.