Das letzte Kapitel der legendären Gipfelkette der Greater Accra Plains ist geschlossen. Mit dem Mt. Iogaga wurde zuletzt -nach Mt. Krobo, Mt. Osuwangyo sowie Mt. Adaklu- der letzte freistehenden Gipfel in der Ebene rund um die Hauptstadt erfolgreich während der kühlsten Jahreszeit erklommen.
Der Aufstieg erfolgte über die traditionelle, östliche Route, vorbei an einem der Wasserreservoirs der Hauptstadt und damit quer durch eine Hochsicherheitszone der Ghana Water Company. Von der man allerdings nichts sieht, merkt oder spürt. Zu den Bassins am Berghang hat Jedermann problemlos Zugang. Manchmal wünscht man sich, die Konzentration der guten, alten Ghana Police wäre -speziell Hellhäutigen gegenüber- ähnlich zurückhaltend. Dank dem herrschenden Harmattan hielten sich zwar die Temperaturen im Rahmen, die Sicht vom Gipfel und auf die übrigen Berge, den nahen Volta und die umliegenden Accra Plains, sehr in Grenzen. Zum Bedauern für jeden social media Abhängigen und der Fotoredaktion dieses Blogs fiel entsprechend das Bildergelage auf diesem Gipfel nur mittelmäßig aus.
Beim Abstieg war statt in die Ferne zu schweifen eine angebrachte Kurzsichtigkeit angesagt. Ohne Pfad und doppelten Boden gen Westen auf die Rückseite des Berges war solides Bushwhacking gefragt. Eine Stunde für zweihundert Meter bei gefühltem, einen Meter Sicht. Beeindruckend und nur noch übertroffen von dem Gefühl wie stark man hierzulande immer wieder in der Lage ist ins Schwitzen zu geraten. Der Abstieg dauerte dann entsprechend deutlich länger als der Aufstieg, allerdings liess sich am Ende die alte GM Weisheit wiederholen: All down, all safe.