Dienstag, 22. März 2016

Citius, Altius usw.

In dieser Wochenschau gibt es -auch wenn sich AI jetzt im Grabe umdreht- ausnahmsweise einen pädagogischen Schwerpunkt. Alle Surfline Ghana only Leser können hier entsprechend aufhören zu lesen und sich auf den nächsten Bericht -in 2 Wochen dann aus Sao Tome- konzentrieren. Von dort gibt es dann Surfline pur, keine Sorge...
Damit zurück zur Berichterstattung der „16. Olympiade der dt. Auslandsschulen im südl. Afrika“. Diese wurde dieses Jahr in Pretoria ausgetragen und Teilnehmer war -neben den alteingesessenen Schulen aus Windhoek, Kapstadt, Johannesburg sowie dem Gastgeber Pretoria & Hermannburg dieses Jahr erstmals auch die GSIS Accra. Allerdings nur als Gast und außer Konkurrenz, da unser Team zu klein war um an der überaus prestigeträchtigen Gesamtwertung aller teilnehmenden Schulen partizipieren zu können. Wie erzkonservativ die Veranstaltung ablaufen würde zeichnete sich bereits im Vorfeld am 34seitigen Olympic Handbook ab, in dem bspw. in einer detaillierten Kleiderordnung u.a. auch die Farben der Badekappen der jeweiligen Schulen festgelegt sind. In der ersten Trainersitzung vor Beginn der Wettkämpfe -und für mich nach 6 Std. Nachtflug aus Accra- wurde dann auch in altbewährter deutscher Padägogentradition drei Stunden ausgiebig über jedes Detail diskutiert.
(Anm. d. Red.: Man hat mittlerweile selber an einigen pädagogischen Sitzungen teilgenommen und kennt den Hang dieser Spezies zur Diskussion, Selbstdarstellung und Beharrlichkeit aber die Leistung einiger der hiesigen Teilnehmer war durchaus beeindruckend.)


Ebenso beeindruckend war die offizielle Eröffnungsfeier, inkl. Einmarsch der Teams, Nationalhymnen, Entzündung der olympischen Flamme etc.  Einige Schulen hatten ein eigenes Media-Team entsandt, welches per Social Media quasi live von der Olympiade berichtete. Ein Beispiel der Media-Crew aus Capetown zur Eröffnungsfeier gibt es hier:

Haben übrigens gewonnen.

Es sei allerdings auch gesagt, dass die Leistungen der Schüler absolutes TOP-Niveau hatten. Falls es jemanden beeindruckt hier mal eine Handvoll Weiten und Zeiten (alles Schüler unter 14):
Weitsprung: 5,50m; 800m: 02:19,78; 100m: 00:12,05; Ballwurf 200g: 85,80m; 
Schwimmen 50m Freistil: 00:27,56. Accra war -bis auf einige wenige sportliche Nadelstiche- dabei eher so eine Art "Bobmannschaft aus Jamaica"...
Auch sei noch erwähnt, dass sich -im Gegensatz zur letzten Veranstaltung- dieses Mal sämtliche Trainer, Betreuer und Eltern so verhalten haben, dass kein Kind wegen Beleidigungen weinend vom Platz gebracht werden musste. Die Schulen scheinen also auf einem ganz sinnvollen Weg.


Die südafrikanische Gastfreundschaft war aber -auch mal wieder- 1a, sämtliche Teams, Lehrer etc. haben sich hervorragend um uns gekümmert und ein Rahmenprogramm für die Betreuer gab es außerdem auch:



Unhappy Elephant
Sieht aus wie ein Sportlehrer

Sieht aus wie in Afrika
Anm. d. Red. 2: U. a. gab es auch ein Bowlingturnier für Trainer: Ratet mal wer gewonnen hat...

Fazit: Nach 3x eine Woche in Südafrika in den letzten 6 Wochen reicht es mir allerdings jetzt auch mit Biltong, dt. Schulkultur und Windhoek Lager und wir freuen uns auf den Trip nach Sao Tome ab diesem Wochenende. 
In diesem Sinne: Frohe Ostern!

Mittwoch, 9. März 2016

Independence Day

Am letzten WE war mit dem Independence Day am Montag unterrichtsfrei und für uns damit eine weitere Gelegenheit das Meer zu besuchen. Leider haben wir bei der Anreise etwas experimentiert und haben am Samstag früh -statt normalerweise ca. 1.5 Std.- knappe 4 Std. für die 50 km bis Gomoah Fetteh gebraucht. Lag sicherlich am Feiertagsverkehr -große Militärparade & großes Konzert in Accra selber sowie in zahlreichen anderen Städten-  und zusätzlich am Ende des Harmattan. Die Zeit des Wüstenwindes endete auch dieses Jahr nämlich traditionsgemäß mit einigen sinnflutartigen Regengüssen und damit ist auch die Dirtroad -und entschiedende Abkürzung zum Strand- vorerst unpassierbar. Zumindest haben wir uns dieses WE noch nicht getraut...
Videos von Mitte letzter Woche an der Schule
(Man beachte die recht große Werbetafel links)
Tag anschließend
 Werbetafel anschließend
Fetteh
 Strandpause
 Rain coming?
 Rain coming!
 Surfline Ghana für Arne: Small waves, big fun
Surfline: Best Boardchoice: Junkie Spoon 5`10
Bei unserer Rückkehr nach Accra gab es dann in unserem Vorgarten noch ein kleines Fest unserer Vermieterin. Natürlich ghananisch, dh. mit viel Essen und natürlich leistungstarker Anlage & DJ...
Morgen arbeite ich dann weiter an meinem ökologischen Fussabdruck -es ist wirklich bitter gerade- und fliege für eine Woche zur Schülerolympiade der dt. Schulen der Sub-Sahara-Zone nach Pretoria. Inklusive Einladung zum VIP-Sportlehrer-Umtrunk. Bericht dazu dann in der nächsten Wochenschau.