Samstag, 26. August 2017

Drei Swells & eine Hochzeit



Passend zum wirtschaftlichen Schwerpunkt der letzten Wochenschau gab es, wie in den letzten zwei Jahren im ganzen Land zu beobachten, zuletzt auch im altbekannten Tills Beach eine Preiserhöhung. Was dieser allgemeine Kostenanstieg für die Bevölkerung bedeutet lässt an dieser Stelle nur spekulieren. Tatsache ist dass bei überwiegend gleichbleibender Leistung sämtliche Preise deutlich spürbar, man könnte sagen lächerlich, erhöht werden. Selbstverständlich funktioniert das System noch wie gehabt und es gibt eine ausreichend große Menge an Menschen die auch die verlangten Preise zahlen, uns eingeschlossen.



So gab es in den letzten 2 Wochen in GF neben drei passablen Swells auch eine wunderbar lautstarke Hochzeit zu bewundern. Dazu Besuch aus Norwegen, Danke an dieser Stelle für die Fotos nach Stavanger!, ausreichend viel Wassersport und noch immer angenehm kühle Temperaturen. 














 Grundsätzlich gute Voraussetzungen um die anstehenden Vertragsverlängerungen anzudenken...

Donnerstag, 17. August 2017

Feuerspiele





Zum Auftakt der pädagogischen Festspielsaison 17/18 meldet sich die Wochenschau nach überstandener Feuerprobe der Vorbereitungswoche und Feuertaufe des neuen Teams in der ersten Woche zurück. Beide Premieren der kommenden Saison wurden einigermaßen routiniert absolviert und es blieb zwischendurch ausreichend Zeit für Wassersport bei -seit Rückkehr hierher ins Herz der Finsternis- überdurchschnittlich guten Bedingungen.




Die dazugehörigen, scheinbar aus dem anhaltendem Dirtroad-Gebrauch -Mechaniker: "Did you a ramp?" "No, dirt road"- resultierenden Verschleiß am Automobil entstehenden Kosten laufen gewohnheitsgemäß unter der Kategorie Kollateralschaden. Der aktuelle Austausch von 4x „Radlager“ [o.ä. bitte um Korrektur von fachkundigen Lesern] hat bei mehr als einem Tag Arbeitsaufwand immerhin Kosten an Arbeitszeit von 15€ verursacht.




Die letzte Reparatur des VW-Bus in good`ol Germany hat dagegen auf der Rechnung kosten von 64€ je Arbeitsstunde aufgewiesen. Ergo: Manpower kostet hier garnichts. Die Arbeitslosigkeit ist so massiv hoch dass Arbeitszeit nahezu wertlos ist.
Daher an dieser Stelle ein rascher Exkurs: Zusammenhängend sei angemerkt dass die Bevölkerungszahl rasant wächst. Besonders die Zahl der 15-24jährigen jungen Erwachsenen steigt in den Ländern der Subsahara-Zone massiv. Ghana befindet sich dabei mit einem Bevölkerungsanteil  von 15-24jährigen von ca. 33% noch im hintere Drittel dieser Staaten. Laut Literatur ist damit zu rechnen dass sich bis 2o5o die Bevölkerungszahl der Länder der Subsaharazone von einer auf zwei Milliarden Menschen verdoppeln wird. Wenn diese jungen Menschen auf einen ohnehin bereits überfüllten Arbeitsmarkt drängen wird dies schwerwiegende Folgen für die gesamte Region und mittelfristig die Weltgemeinschaft haben. Um diese Bevölkerungsexplosion aufzuhalten nennt die Fachliteratur neben guten Bildungsangeboten und guter Gesundheitsversorgung vor allem die Schaffung von Einkommensmöglichkeiten.  Dazu gehört u.a. die Nutzung der vorhandenen Ressourcen in der Nahrungsmittelwirtschaft. In der gesamten Region herrschen gute Bedingungen für Landwirtschaft die keinesfalls optimal ausgenutzt werden. Natürlich auch da die Industrienationen -durch Import von Lebensmitteln- hier genug verdienen damit sich deren Interessen in Grenzen hält aber auch da die Region nicht über eine ausreichende Energieversorgung -dieses Problem ließe sich durch regenerative Energien lösen- verfügt, um den Markt zu bedienen. Solange sich an dieser Situation hier vor Ort nichts ändert wird das Verlangen auf eine Verbesserung der Lebensumstände weiterhin mehr und mehr Flüchtlinge vom Kontinent zwingen. Dieses Gesamtbild -und es dämmert auch der Politik dass sich dies nicht mit Stacheldraht und Mauer lösen wird- erinnert dann tatsächlich wieder mal an das Herz der Finsternis: „Das Grauen, das Grauen.“

Für interessierte Leser hier die Details:
http://www.berlin-institut.org/publikationen/discussion-papers/jobs-fuer-afrika.html
An dieser Stelle Danke an den Büroleiter für die Recherche!

Mittwoch, 2. August 2017

Gut & Böse

Die unterrichtsfreie Zeit neigt sich allmählich dem Ende entgegen und die Wochenschau meldet sich mit einem kurzen Rückblick  -stets gemäß dem bewährten Motto „Bewährtes bewahren“- ebenso zurück wie die anstehende neue pädagogische Spielzeit. Dabei können die letzten vier Wochen sehr einfach -und wie heutzutage passend zur Weltpolitik einer zunehmenden Zahl an Staatenlenkern- problemlos in „gut“ und „böse“ aufgeteilt werden. 

„Gut“ war die 1. Halbzeit im vor-saisonalen Frankreich. 













„Böse“ war die 2. Halbzeit mit vier gezogenen Weisheitszähnen:

Dafür erfolgte die Rückkehr nach Accra relativ problemlos. Sämtliches Gepäck an Bord, angenehme Temperaturen und ein rehabilitativer kleiner Swell fürs Wochenende in Aussicht bevor am Montag die Vorbereitungswoche startet. Zusätzlich konnte Ingas Tablet -seit Abreise am security check- auch nach einem Monat am Accra`schen Flughafen nach nur  knapp zwei-stündiger Suche -unter Ausspielung sämtlicher lokaler Beziehungen- problemlos wieder in Empfang genommen werden. Da ich in den Sicherheitsbereich nicht eingelassen wurde -muss den Status meines Dienstausweises erweitern- habe ich die Zeit nett mit einem schlafenden Barkeeper verbracht. Die Beantragung neuer non citizen ID cards dagegen dauerte keine halbe Stunde. Classic ghanaian customer service: Dauert teilweise etwas aber funktioniert dann doch (fast) alles...