Montag, 9. März 2020

Unabhängig LXIII




Während die Regierung des gastgebenden Landes mit allen militärischen Ehren den 63. Geburtstag der Unabhängigkeit im fernen Norden des Landes, diesmal abgehalten in Kumasi, die großen Städte sind nacheinander Gastgeber der prestigeträchtigen Veranstaltung damit alle Provinzen sich gleichermaßen wichtig erscheinen,  begeht, ist die Redaktion der Wochenschau in weniger weit entfernten Gefilden verblieben. Bei den herrschenden, angenehmen Temperaturen kann eine stundenlange Darbietung der Streitkräfte durchaus etwas ermüdend wirken, dies spiegelt sich auch in der regelmäßig hohen Anzahl kollabierender Schulkinder wieder, die in deren Rahmen stundenlang in der Sonne strammstehen dürfen. 



Dennoch wird von allen Seiten gratuliert und auf allen Seiten zelebriert und durch den ersten, halbwegs passablen Swell der anbrechenden Saison war die Wahl der Redaktion für den Ort der Feier ein Leichtes. Wie Berichte wagemutiger Sportsfreunde im Nachhinein zeigten, hätte man allerdings den Ort der eigenen Feierlichkeiten durchaus noch weiter nach Osten verlegen können. Für die Zukunft gut zu wissen, die wesentlichen Werte sind gespeichert.





Dafür will die Redaktion alle erfahrenen Leser an Ex-Kollegin Ms. J. Klu erinnern, die sich mittlerweile in England gänzlich ihrer Passion, der Kunst, verschrieben hat. Details dazu folgen zeitnah, wir hoffen auf eine baldige Kontaktaufnahme in Europa. 

Abgerundet wurde das verlängerte WE dann mit einem Sundowner im 25. Stock. Eingerahmt von Einflugschneise und Ozean, mit Blick auf die Bergkette von Aburi und die Hügel von Kokrobite eine beeindruckende Kulisse, mit -speziell für diesen Kontinent- beeindruckenden Preisen, welche ebenfalls fernab der Realität 25. Stockwerke weiter unten auf der Strasse, allerdings dafür mit einem unschlagbaren Sonnenuntergang. Welch bizarre Orte es gibt, in und über dieser Stadt.




Sonntag, 1. März 2020

Stadt, Land, Fluss II


Fern ab von Ozean und Zivilisation auf dem Land sieht die Umgebung mit dem Ende des Harmattans mittlerweile stark verändert aus. Bei sehr wenig Vegetation -sämtliches, ursprünglich hohes Gras ist mittlerweile entweder vertrocknet oder verbrannt- hat sich das Antlitz der Berge vor der kommenden Regenzeit stark gewandelt. Dadurch bieten sich erfreulicherweise zahllose neue Varianten die umliegenden Berge zu begehen. Am altbekannten Mt. Krobo sind in dieser Zeit Routen, Bergseiten und Felsformationen die sonst nahezu unzugänglich oder erst nach massivem bushwhacking erreichbar sind, nun beinahe ein Spaziergang. Oder zumindest fast. 
So kommt man zum jetzigen Zeitpunkt an zahlreiche Felswände, einzelne Steinsbrocken und Formationen deutlich leichter heran, als wenn Mutter Natur hier ihre grüne Hölle aufgebaut hat. Auf dem Weg zum Gipfel konnten dadurch -kundigen Lesern ggf. bekannte- klassische kleine und große Felsen mit klangvollen Namen wie Aethelstan, den Skeleton Rock, Bushrat’s Tooth und der Diamond Splinter erklommen werden. Im Anschluss konnten dann zusätzlich noch die Lamb Chops am Gipfel durch the Cathedral von einer völlig neue Seite erreicht werden. Genau wie der gesamte Berg war auch das abschließende BBQ with a view mehr als pittoresk.  Dank der Kenntnis der Ghana Mountaineers -und alle Sicherungen vom Ghanaischen AlpenVerein abgesegnet - ein genialer Tag am Berg mit einem mehr als verdienten Ausklang an Bar und Pool.