Sonntag, 26. Februar 2017

Ghallywood


Die aktuelle Wochenschau führt den verehrten Leser zum Auftakt Richtung Osten, nach Ghallywood, dem Olymp der ghanaischen Filmproduktion. Leider herrscht an diesem Ort -wie auch an zahlreichen anderen Stellen des Landes- der Moment des Endzustandes vor, das bedeutet, es wurde vor längerer -oder auch kürzerer Zeit- von jemandem etwas investiert und ab dann ist Nichts mehr geschehen. Nichts mehr gepflegt, nichts mehr erneuert, nichts mehr ausgetauscht. Der Endzustand. Ein Zustand der einem hier in Westafrika wiederholt begegnet und der einem einen entscheidenden Unterschied zwischen -unserer- westlichen und der afrikanischen Denkweise deutlich vor Augen führt. Ein Denken an Morgen, was bei uns teilwiese sicherlich übertrieben ist, ist hier in anderer Richtung vorhanden, nämlich quasi garnicht. Es zählt das Heute, das Jetzt und das Hier, der Blick in die Zukunft ist irrelevant. Resultat ist leider häufig der Endzustand.
Das Tor zum Himmel, ganz in der Nähe gelegen, dürfte diese Problematik sicherlich nur teilweise beseitigen.
Doch zurück zum Wesentlichen. Ghallywood und Heavens Gate befinden sind auf der Route zu den östlichen Regionen, nahe der togolesischen Grenze. Da wir durch eine anstehende Woche Sportferien, eine gute Innovation der GSIS, gezwungen waren Accra zu verlassen und vom letzten Besuch dort sehr angetan waren haben sind wir für die ersten Ferientage in diese Richtung aufgebrochen. Anmerkung Surfline Ghana: Die Swellforecast hat uns keine andere Wahl gelassen. Es hat sich ausgezahlt. Prädikat empfehlenswert.
Die Schlange
Die Mole morgens
Low tide
Any takers?
Mid tide
Shampoo

Dort stehen übrigens bereits einige Resorts, wir haben in einem der Neueren gewohnt, die übrigen sind bereits entweder im Endzustand oder darüber hinaus. Man darf gespannt sein wie diese Unterkunft in 10 oder 20 Jahren aussieht.

 Abhängen
 2 Affen (II)
 Danke fürs Ausgraben des Autos...
 Sundowner
 Ocean View

Die zweite Hälfte der Ferien wurde im altbekannten Tills Beach Resort verbracht. Einem Ort der uns sehr ans Herz gewachsen ist und der sich aktuell noch kurz vor dem Zustand des Endzustandes befindet. Allerdings wechselt jetzt zum dritten Mal seit unserer Ankunft hier der Manager und jeder der den Ort kennt, weiß um die Problematik wo man mit dem Renovieren anfangen sollte. Auf dem Weg zum totalen Endzustand? Für einige Jahre, und damit die für uns relevante Zeit hier, wird schon noch alles halten, aber dann? Aber im Moment steht noch alles, also kein Bedarf sich Gedanken zu machen...
Anmerkung Surfline Ghana: Erneut das Diktat der Forecast. Zum ersten Mal 2o17 lief der Point für einen Tag mit 3-4ft. Ein guter Auftakt.  

 Zustand?
 Hausbesuch
 Beachie
Blurry

Samstag, 18. Februar 2017

Monsterwellen


Monsterwellen gab es letztes Wochenende keine hier im Herz der Finsternis. Daher wurde zwangsläufig das erste wassersportfreie Wochenende des Jahres 2o17 eingelegt. Die Folge davon war freundlicherweise ein Monstervirus der mich für die letzte drei Tage Schule mit Fieber ans Bett genagelt hat. Fieber ist übrigens hier bei tropischen Temperaturen immer wieder aufs Neue eine tolle Erfahrung. Es hat allerdings geholfen genannte Lektüre, der Begriff Trivialliteratur wäre noch recht hoch angesetzt, zu ertragen. Fieber hat also auch etwas Gutes.
Angenehm temperiert

Dann hätte man wohl unter diesen Umständen besser in Labadi surfen gehen sollen, trotz qualitativ mäßiger Bedingungen. Vermutlich versorgt einen dort ein Schluck Meerwasser mit der nötigen Antibiotikadosis, um für die kommenden Tage jeglichen Infekt ausschließen zu können.
Labadi: Clean lines, dirty water

Wir sind also froh dass ab sofort eine Woche Aktivferien angesetzt sind. Da bleibt sicherlich viel Zeit für Monopoly zu spielen. Monsterwellen sind zwar nicht angesagt, aber die Bedingungen sehen für die kommenden Tage durchaus ansprechend aus. Die Wochenschau verabschiedet sich daher zur Feldrecherche, Ergebnisse folgen zeitnah. Bis dahin, schöne Ferien!



 Ferien. Schöne!

Samstag, 4. Februar 2017

Tour de Volta




Nachdem man bereits im letzten Jahr überaus positiv vom Landesinneren überrascht war hatte dieser -nicht gerade kleine- weiße Fleck auf der Surflandkarte des Landes bei der Planung und Durchführung der Klassenfahrt auch im Jahr 2o17 Priorität. Mit einem Besuch der Volta-Region konnten damit immerhin knapp 200 km Landgewinn gen Norden gemacht werden. Bei einer Nord-Süd-Erstreckung von ca. 1000 km,  und damit grob mit Deutschland vergleichbar, kommen diese 200 km zwar keiner totalen Eroberung gleich, dennoch wurde der erste positive Eindruck bestätigt und man ist mit zahlreichen neuen Eindrücken und Plänen Ende deer Woche nach Accra heimgekehrt. Man wird sehen ob sich die daraus resultierenden ambitionierten Bergsteigerpläne mittel- bis langfristig gegenüber einer soliden 5-Sterne-Wellenvorhersage durchsetzten können.

Volta-Stausee
 Kraftwerk und Hauptenergieversorger
 Die Brücke
 Mt. Adaklu from a distance

Der Berg ruft. Erstes längeres Manöver auf den 600m hohen Mt. Adaklu. Gut 3.5 Stunden Aufstieg werden mit einem 1a Panorama über die umliegende flache Landschaft belohnt. Großteil der Schüler meistert die einigermaßen schweißtreibende Aktion.

 Aufwärts
Weite
 Halbzeit
 Schatten wäre nett
Gipfel
 Gipfel von Süden aus

Affenwald zur Entspannung am nächsten Tag
 2 Affen usw.

Berg Nummer Zwei: Mount Nemi an der togolesischen Grenze. Mit knapp 1000 Metern deutlich höher, allerdings dafür mit deutlich kürzerem Aufstieg. Togo im Osten, Ghana im Westen, Unwetter von Süden. Mit einsetzendem Gewittersturm waren wir wieder im Basisdorf. Haarscharf.

 Aufstieg aus Amedzofe, eine der höchsten Siedlungen Ghanas.
 Regenwald von oben
 Ghana
Letzte Meter unter Zeitdruck
 Rain coming
 Onga meanwhile in Accra.
 Harmattan geht zu Ende
 ...zur Belohnung gibt es Sonntags surf in town...