Montag, 24. April 2017

III. Akt: Central Region

Für das letzte Drittel der Reise ging es abschließend zurück ins heimatlich Gomoah Fetteh. Die 280km Rückreise waren diesmal kein Problem, kurz vor Ankunft haben wir zur Sicherung von Karma-Punkten noch einem Polizisten freiwillig 5 Cedi für Getränke gespendet, zuvor wollte niemand etwas anderes außer Kaugummis. Dafür erklärte uns dieser Beamte dass die Küstenstraße nach Tills -es war Ostermontag und damit einer der belebtesten Feiertage des Jahres- vollkommen verstopft sei und wir daher besser einen kleinen Umweg machen sollten. Ein lohnender Tipp, besonders als mit Ankunft am Strand festgestellt wurde dass dort mindestens 1000 Einheimische ausgiebig am feiern waren. Unsere Besucher waren von diesen Menschenmassen fast so geschockt wie wir, allerdings leerte sich alles -wie erwartet- im Laufe des Nachmittags und am Abend waren tatsächlich alle verschwunden. Der darauffolgende Tag war dann der einzige wirkliche lay day mit kleinen Wellen der gesamten Ferien und ab Mitte der Woche zeigte wahrhaftig auch noch der Point von Gomoah Fetteh zumindest im Ansatz sein Potential und ermöglichte den Teilnehmern der Reisegruppe einen mehr als versöhnlichen Ausklang der Rundreise.





















II. Akt: Western Region

Nach diesem mehr als gelungenen Auftakt ging es für eine Nacht zurück in die Hauptstadt, Vorräte auffrischen, gebrochene Bretter austauschen und sich mit 1a Sushi psychisch und physisch auf die anstehenden Tage chicken and rice einstellen. Die Fahrt in den Westen verlief zwar erneut problemlos, dauerte aber wie erwartet fast 8 Stunden. Osterverkehr, Beamte, Unwetter und das finale Stück heavy dirt road haben dabei der Cabin crew und dem Piloten einiges abverlangt. Mit der Ankunft in Ezile Bay änderte sich dies schlagartig, allerdings lässt einem dieser Ort wohl auch keine andere Wahl als das Tempo soweit zu reduzieren wie möglich. Alles andere wäre den äußeren Umständen unangemessen. Der Surfspot von Ebay liegt dabei in der benachbarten Bucht von Katakor, einigen verehrten Lesern bereits von früheren Erwähnungen bekannt. Hier wurde bereits 2oo9 Wassersport betrieben und die mitgebrachten Fotos von damals haben die Einheimischen sehr erfreut. Lediglich wenige wollten zusätzlich noch eine Steuer für die Benutzung des Strandes einfordern, was man bei den vorherrschenden Lebensbedingungen auf dem Land in dieser Region niemanden verübeln kann. Allerdings fühlt es sich doch befremdlich an, nachdem man Geschenke verteilt hat, direkt auf cash, cash, cash angesprochen zu werden. Passend zur Ankunft in Ebay traf dann auch der etwas kleinere 2. Swell ein, die surftechnischen Bedingungen blieben auch die dort verbrachten vier Tage hervorragend und die Stimmung entsprechend weiterhin blendend.


















I. Akt: Volta Region

Die aktuelle Ausgabe der ghanaischen Wochenschau resümiert, wie angekündigt, die in den letzten beiden Wochen erfolgte Befahrung der nahezu kompletten Küstenlinie des Landes. Dabei geht es vom trockenen Wüstenähnlichen Osten des Landes nahe der togolesischen Grenze bis in die vom Regenwald durchzogene Western Region nahe der Elfenbeinküste. Aus organisatorischen Gründen erfolgt diese Ausgabe dabei in Form einer chronologisch geordneten Trilogie.

I. Akt: Volta Region

Mit der Ankunft der Reiseteilnehmer aus Hamburg, Danke an ihn an dieser Stelle für die hervorragenden Bilder welche diesen Beitrag untermalen, und Australien war gleichzeitig der erste wirklich gute Swell der Saison angekündigt. Grund genug für die Gesellschaft Accra zeitnahe zu verlassen und so schnell wie möglich in die neu entdeckte Küstengegend der Volta Region im Osten des Landes aufzubrechen. Trotz einem Berg Bretter auf dem Dach und den erwartet auf einen „Oster-Bonus“ spekulierenden Beamten verlief die gesamte Anreise recht problemlos und man konnte bereits am Sonntag morgen ins 30 Grad kühle, perfekt bewegte Naß begeben. Einen besseren Auftakt hätte man sich sowohl die Organisatoren als auch die Reiseteilnehmer nicht wünschen können. Übertrumpft wurde dieser Tag dabei lediglich von den drei darauffolgenden, jeweils mit perfekten Bedingungen gesegnet. It was unreal...