Eine
leicht verspätete Wochenschau widmet sich an dieser Stelle dem Thema Zäsur. Unglücklicherweise
hat sich die Öffnung der Zufahrtsstraße zur Lehranstalt scheinbar endgültig
zerschlagen. Der Präsidentenwohnsitz bleibt wohl abgeriegelt und stattdessen
werden plötzlich die Straßen rund um selbigen und damit auch rund um die päd.
Manege neu geteert. Leider etwas spät für sämtlichen kleinen Geschäfte rund um
die Schule die in den letzten sechs Monaten seit der Wahl -und der Schließung
der Straße- jegliche Laufkundschaft verloren haben. Aber immerhin konnten wir
unser Gefährt eigenständig per 4-wheel-drive und ohne fremde Hilfe aus den plötzlich rundherum aufgetürmten Schotterhaufen befreien. Anderen hatten auch hier
weniger Glück...


Zäsuren gab es ebenso zusammenhängend mit der zuletzt beschriebenen Fluktuation in den letzten beiden Wochen erneut den Verlust von zwei Ikonen aus unserem Aufenthalt hier zu beklagen. Zuerst
der Abschied von Schul-Ikone Renate nach 47 Jahren Dienst für die GSIS. Diese
Frau hat nach ihrem Abschied aus Deutschland von Nkrumah über Rawlings bis
hin zu 17 verschiedenen Schulleitern alles erlebt und ist entsprechend schwer
aus der Ruhe zu bringen. Die ghanaische Staatsangehörigkeit hat sie übrigens
-trotz hier verheiratet- erst nach 27 Jahren im Land erhalten. African time.
Bei der inoffiziellen Verabschiedung war speziell der local staff in seinem Engagement
nicht aufzuhalten...


Eine
weitere Zäsur stand anschließend mit dem Abgang von somewhere nice Hostel-Gründer Max ins Haus. Vier Jahre Ghana und der
Aufbau eines wahrhaft ökologisch -nachdem sich mittlerweile jede Lodge ein
„Eco“ in den Namen setzt- korrekten Hostels hier in der Stadt geht es jetzt
verdientermaßen zurück nach Hamburg. Oder Prag oder Kolumbien oder doch auch zurück nach
hier...
Mit ihm verlässt definitiv nicht nur ein Mann von Format den Kontinent sondern auch eine zuverlässige Pool, Kaffee und lay day - connection dessen Fehlen eine kaum zu füllende Lücke hier ins Sozialgefüge reißen wird. Zur offiziellen Abschiedsparty gab es deswegen letztes WE ihm zu Ehren noch eine kleinere, intensivere und interne Zusatzveranstaltung die im tschechischen Casino in Osu geendet hat. Interessant zu sehen was es auch hier noch für Parallelwelten gibt.
Sundowner zwischendurch auf höchster pädagogischer und geografischer Ebene zur Einführung der neuen Schulleitung (Anm. d. Red: Bilder werden zurückgehalten) auf dem Dach des Sun City Hotel.
Surfline
Ghana: Der durchs Zwischennetz geisternde Swell der letzten Tage hat natürlich
auch hier Einzug gehalten. Leider für uns etwas zu spät, denn die 20 Sekunden
Intervalle kamen erst am Sonntag früh hier an und waren dann für Gomoah Fetteh
etwas zuviel. Von Montag bis Mittwoch muss der Point dann unrealistisch gut
gewesen sein, nur leider hat niemand aus der altbekannten Surfszene hier Zeit
gehabt sich dorthin zu begeben, ergo: Es war leer und perfekt wie es sein soll.
Sonntag
Outside Arches
20 Sek.
Liegestuhl?
Liegestuhl
Outside Point. Noch nie Wellen dort gesehen.
Generation Drohne. Check room Nr. 10!

Außerdem
hat der große Swell wohl auch einige andere Ozeanbewohner in Küstennähe
gebracht.
So
bleibt kurz vor dem Sommerferien Time Out Accra nur die Aussicht auf den
International Surfing Day am Samstag.
Immerhin hat dazu passend um die Ecke eine neue Bar mit passendem Namen
aufgemacht...