Dienstag, 17. November 2015

Bushmeat

Kapitel I: Motorsport

Der letzte Dirtroad-Trip oder tendenziell laut unserem Mechaniker eher der vermutet seltene Einsatz des 4WD der Vorbesitzerin hat unserem bislang maximal bewährten Gefährt scheinbar etwas zugesetzt: Mit unserer letzten Heimfahrt gen Accra ist zumindest ein unangenehmes, metallisches, rhythmisches Rattern aufgetaucht und -seltsamerweise- trotz längerem Ignorieren auch nicht von alleine wieder verschwunden. Folglich war der erste Besuch beim Mechaniker angesagt und dieser Besuch verlief durchweg 1a afrikanisch positiv: Noch mit üblen Vorahnungen -gemeinsam mit unserem Gärtner- zu einer bekannten Werkstatt gefahren wurde dort nach kurzer Diskussion von einem eingespielten 3-Mann-Team innerhalb von Minuten der Fehler gefunden: Gebrochene Antriebswelle des 4WD vorne links. Hat weniger als 30 Minuten gedauert und war so mit das Beste was ich an Teamarbeit je gesehen habe. Drei Leute plus ein Werkzeugkasten, jeder wusste was er tat, es ging blitzartig. Danach war das Auto wieder einsatzbereit, wenn auch ohne 4WD,  und für den nächsten Tag wurde das passende Teil organisiert und  wieder eingebaut, wieder eine Aktion von 30 Minuten. Gekostet hat das Ganze dann keine 90 €uronen, Stressfaktor für uns Null, es war optimal. Mit etwas Gelassenheit und Vertrauen können hier jede Menge auftretende Probleme definitiv recht problemlos werden.



Kapitel II: Chance for children

Auch wenn alle Surfproleten jetzt aufstöhnen in der Vorweihnachtszeit an dieser Stelle mal etwas wirklich Sinnvolles. Letzten Freitag dann Teachers Trip zum Strassenkinder-Projekt Chance for Children in Hebron nahe Accra. Unsere Schule arbeitet an einer Vertiefung der Zusammenarbeit mit dieser Schweizer NGO. Falls irgendjemand zu Weihnachten wirklich etwas Anständiges unterstützen möchte hole er sich hier mehr Informationen:
http://www.chance-for-children.org/de/
Ansonsten kann er sich darüber amüsieren dass wir anschließend noch sehr nett, sehr ausgiebig und unpassend sehr, sehr lächerlich überteuert auf Kosten unserer Schule zum Essen eingeladen waren.





 Kapitel III: Bushmeat

Samstagabend gab es dann gemeinsames Grillen mit Kollegen. Ohne Bushmeat, eine Art übergroße afrikanische Ratte die hier im Wald lebt und überall gegrillt angeboten wird, dafür mit jeder Menge etwas leichter verdaubaren Speisen. Aber eines Tages...
Sonntag dann noch kleiner, aber ganz spaßiger Kokrobite-Beachbreak zur Versöhnung der/des Surfproleten.



Dienstag, 10. November 2015

Triple Crown zum Wochenende

Hatte der letzte Beitrag dieser Wochenschau noch einen durchweg pädagogischen Schwerpunkt, so wird an dieser Stelle ein anderer Akzent gesetzt. Denn auch wenn wir hier tagtäglich hochkonzentriert an der Wissensvermittlung arbeiten, so soll doch der Wassersport nicht ganz zu kurz kommen. Davon bereits Gelangweilte können an dieser Stelle -das ist ein Vorteil am Internet- hier sofort aufhören und die Seite verlassen. Wer sich hingegen interessiert ist natürlich herzlichst eingeladen den Bildbeitrag vom vergangenen WE in Gomoah Fetteh -am sehr gut bewegten H20- zu genießen.

22 Minuten Verspätung am Freitagmittag 
Verzögerungen auch durch Wasser auf der Strasse
Dauernd verliert man wertvolle Minuten
1. Blick auf Gomoa Fetteh
Surfline sagt: Fair to good
Wochenausklang am Freitagabend
-
Samstagmorgen mehr als sauber
Anschließend Brunch
Dachterrasse mögen wir
Aussicht
 Mittags kaum Wind...
 ...mögen wir auch
 Anschließend Siesta
 Evening glass off
 Point II: Arches
 Samstagabendsession
-
Sonntagmorgen nach der Kirche
 Frankreich im Sommer
 Wochenende abgeschlossen

Dienstag, 3. November 2015

Guter Unterricht

 Kapitel I: Aktuelles Material
Für qualitativ hochwertigen Unterricht ist aktuelles pädagogisches Material notwendig. Damit arbeiten wir hier natürlich, zumindest sobald dieses Material die Odyssee übers Meer, durch den ghanaischen Zoll und die Anreise vom Hafen hierher zur Schule per Tieflader bewältigt hat. Die Anlieferung hier geschieht dann durchaus auch abends wenn -außer den Fußball-spielenden Pädagogen und den Nachtwächtern- niemand mehr auf dem Gelände der Schule anwesend ist. Die schmale Einfahrt über den Lehrerparklatz rückwärts zu bewältigen hat den Fahrer des winzigen Trucks mit 30 Tonnen päd. Material natürlich vor keine großen Probleme gestellt und gleichzeitig erhielten die angrenzenden Palmen und Bäume automatisch eine Art afrikanischer Landschaftsarchitektur.     

 Lehrerfussball
 GSIS
 30t Wissen
 Ladung gelöscht
-
Kapitel II: Vorbereitete Lehrkräfte
Zur optimalen Arbeit mit dem eingetroffenen Material benötigt man angemessen unterrichtsfreie Zeit um dessen Verwendung vorzubereiten. Nur gut ausgeruht und erholt kann dabei dessen volle pädagogische Wirkung entsprechend entfaltet werden. Zum Glück war auch dieses Wochenende für das Seelenheil der Lehrpersonen gesorgt und man muss sich über den Fortbestand der Gesellschaft keine ernsthaften Sorgen machen.
Unterrichtsfreie Zeit
 Gute Bedingungen
Wobei the search...
 ...nach dem Point weitergeht
-
Kapitel III: Institutionelle Rahmenbedingungen
Des Weiteren sind institutionelle Rahmenbedingungen wie bspw. ein bestehendes Schulgebäude unerlässlich. Dieses Gebäude kann u. U. durch eine Brand an der einzigen Stromverteilung vom zentralen Stromnetz der Hauptstadt am Schulhaus direkt gefährdet sein. Zum Glück von Schülern bemerkt wurde der Brand rechtzeitig soweit unter Kontrolle gebracht dass lediglich das Hauptstromkabel gerissen und schmorend zu Boden gegangen ist. Immerhin ohne Personenschaden ist die Schule damit ab heute zwar zu 100% auf den eigenen Generator und die Flexibilität der Stadtwerke von Accra angewiesen aber zumindest kann weiterhin Wissen vermittelt werden. Man wird sehen wie lange dieser Zustand andauert...
Hauptverteiler (brennend) 
Kabelende
 Absperrung Kabelende
Lehrerparkplatz
Stadtwerke Accra