Sonntag, 28. Mai 2017

Fluktuation

Der Vorstellungsplan in der pädagogischen Manege des Jahres 2o17/18 neigt sich langsam dem Ende entgegen. Damit verbunden sind erhöhte Aktivitäten auf dem Transfermarkt denn leider ist -entgegengesetzt zum heimatlichen Zirkus- die Fluktuation von Dompteuren im auswärtigen Dienst bedeutend höher. Darunter natürlich leider auch immer wieder erfahrene und seht geschätzte Kollegen die es uns hier in den zurückliegenden zwei Jahren besonders angenehm gestaltet haben. Die Messlatte für die nachfolgenden Kollegen ist jetzt recht hoch gelegt, selbiges gilt für den neuen Leiter des Clubs ab dem Sommer, und man darf gespannt sein wie sich die Mannschaft nach der spielfreien Zeit präsentiert.
In den verbleibenden vier Wochen Spielzeit werden auf alle Fälle bedauerlicherweise auch noch jede Menge weitere Abschiedspartys stattfinden. Der Anfang dieser Abschiedsfeierlichkeiten war allerdings recht geglückt mit einer netten Poolparty mit kleinem Konzert im altbekannten somewhere nice Hostel.






Um über den Abschiedsschmerz hinwegzukommen und dank dankbarer Stundenplangestaltung inklusive dem „African Union Day“ dazwischen haben wir uns dafür als Belohnung zwei aufeinanderfolgende Wochenenden am Meer gegönnt. Eines davon allerdings als Pflichtveranstaltung, schließlich waren wir beim 40sten des neuen Managers vorgeladen. Gute Vorzeichen also für die nächste Spielzeit. Beide Wochenenden waren surftechnisch nicht mit viel Bewegung gesegnet, nach gutem Saisonauftakt lässt Huey leider etwas nach. Aber das Wasser ist ausreichend bewegt, angenehm temperiert und außer Schildkröten trifft man beinahe niemanden dort draußen an. Also auch diesbezüglich weiterhin gute Vorzeichen...







Sonntag, 14. Mai 2017

Perspektiven



Mit dem unaufhaltsamen Voranschreiten der pädagogischen Vorstellung in den letzten beiden Wochen wurde weiterhin auf die bewährte Mischung aus Stadt- und Strandleben geachtet. Dieses gesundheitlich absolut notwendige Mischverhältnis -gerade bei den herrschenden Temperaturen- wird  einigermaßen penibel beibehalten, wobei man feststellen muss dass nach fast zwei Jahren hier im Herz der Finsternis die Wochenendreisen etwas dosierter und zielgerichteter angesetzt werden. Die rush hour Freitags stadtauswärts ist mittlerweile so gut bekannt, dass diese Zeit auf der Straße definitiv unter die Einstufung indiskutabel fällt. Wenn man aber im Optimalfall um 12.30 die Lehranstalt verlässt kann man bereits 90 Minuten später in Gomoah Fetteh am Strand sitzen. Bei passend bewegtem H2O -wie am letzten WE- entspricht dass dann doch einer recht annehmbaren Work-Life-Balance.

Auch innerhalb der Stadt kann man -wer dies wünscht- einen Perspektivwechsel vornehmen. Beispielsweise in der vertikalen Achse bei der Besichtigung des Stadtviertels Nima vom neu ausgebauten Obergeschoss des somewhere nice Hostels zur Einweihung von den neuen Räumlichkeiten des Besitzers inklusive Sushi am Pool.







Oder auch bei einer 110 % Expat-Feier auf dem Dach des höchsten Gebäudes der Stadt, dem Alto Villagio, von dem aus man die gesamte Stadt überblickt. Selbstverständlich bewegt man sich dort auch zwischenmenschlich auf einer ganz anderen Ebene als 18 Stockwerke weiter unten auf der Straße. Abgehobener geht es in diesem Land sicherlich nicht. Bester Beweis: Sogar die Taxipreise der Fahrt dorthin sind an das Klientel angepasst und alles kostet direkt das Doppelte.





In der Lehranstalt gab es dazwischen als entgegengesetzt bodenständige Überraschung den Besuch von Ex-Bundesligaspieler Anthony Baffoe. Für Interessierte: Interview aktuelles Sportstudio von 1989 googeln. Sehr amüsant.

Nach diesen sehr unterschiedlichen Höhen und Perspektiven der vergangenen Tage verbleibt die Wochenschau -in der Vorfreude auf einen neuen Swell am kommenden WE- noch mit den allerbesten weltweiten Wünschen zum Muttertag!