Zuerst eine Richtigstellung. In der letzten Ausgabe der Wochenschau wurde erneut viel kritisiert, China verteufelt, sogar von Afrika als „Afrika“ gesprochen. Initialfehler die schon lange vermieden gehören. Immerhin beinhaltet das Wort Afrika einen ganzen Kontinent mit über 1,3 Mrd. Einwohnern und mehr als 50 Länder, eine gleichgesetzte Pauschalisierung des Begriffs „Europa“ kann sich jeder Leser bitte individuell grafisch vor dem inneren Auge darstellen. Allerdings gibt es auf dem Europa südlich am nächsten gelegenen Kontinent natürlich Parallelen zwischen den Ländern, ebenso wie etwas weiter nördlich davon. Beispielsweise sind nach dem Human Development Indexder UN, dem Indikator für menschliche Entwicklung, die letzten 20 Plätze -von insgesamt 189 Ländern- allesamt von Ländern der Subsahara-Region belegt. Bis Platz 140 (Ghana) geht dies übrigens so weiter, sporadisch unterbrochen durch Länder wie Afghanistan, Pakistan oder die Salomonen.
Der gesamte Kontinent Afrika ist -von einigen wenigen positiven Ausnahmen abgesehen- weltweit am stärksten von Lebensmittelknappheit, Krieg und gefährlichem Staatenzerfall betroffen. Nirgendwo gehen Krankheiten so häufig tödlich aus, nirgendwo ist die Kindersterblichkeit so hoch und nirgendwo fehlt es so sehr an Infrastruktur. Natürlich gibt es nirgendwo so viele intern Vertriebene und Flüchtlinge. Für eine Änderung der vorherrschenden Verhältnisse sind entsprechend grundlegende, einschneidende Veränderungen unvermeidbar. Es fehlt eine Veränderung in der Mentalität, ein überdenken der geltenden Wertesysteme, eine Ablösung der herrschenden Machteliten, eine soziokulturelle Revolution. [vgl. Axell KABOU, Weder arm noch ohnmächtig, 1993]
Bottom line der Literatur -seit 1993- ist, dass das vorhandene Potenzial nicht annähernd ausgenutzt wird. Bevölkerungswachstum, geringe landwirtschaftliche Produktivität und mangelhafte Energieversorgung müssen [Vgl. Berlin Institut für Bevölkerung und Entwicklung, Jobs für Afrika, Discussion paper 2o16]
Wie viel der dritte German-African Buisness Summit -der 3. GABS- dazu beitragen wird die Situation zu verbessern bleibt abzuwarten. Da Teile der Redaktion für einen Kurzaufenthalt in der Heimat weilten und die Wellen auf sich warten ließen, blieb -wie unschwer entgangen sein dürfte- dem zurückgebliebenen Teil der Redaktion viel Zeit für Recherchearbeit. Schließen wir diese -mit der Zusage dass in naher Zuunft weniger politisiertt wird- mit einem weiteren Zitat aus einem interessanten Blog: Afrika ist reich, nur seine Politik ist armselig. [vgl. Volker SEITZ, www.achgut.com/artikel 2o18]
Der mittlerweile im Tills eingezogenen Sippe Mohrenkopfpapageien ist solch Politisieren recht einerlei. Geschrien und gequatscht wird sowieso den ganzen Tag. Dafür gab es zum Ende des GABS dann die erste nennenswerte Bewegung im südlichen Ozean.















































