Zum Auftakt der pädagogischen Festspielsaison 17/18 meldet sich die Wochenschau nach überstandener Feuerprobe der Vorbereitungswoche und Feuertaufe des neuen Teams in der ersten Woche zurück. Beide Premieren der kommenden Saison wurden einigermaßen routiniert absolviert und es blieb zwischendurch ausreichend Zeit für Wassersport bei -seit Rückkehr hierher ins Herz der Finsternis- überdurchschnittlich guten Bedingungen.
Die dazugehörigen, scheinbar aus dem anhaltendem Dirtroad-Gebrauch -Mechaniker: "Did you a ramp?" "No, dirt road"- resultierenden Verschleiß am Automobil entstehenden Kosten laufen gewohnheitsgemäß unter der Kategorie Kollateralschaden. Der aktuelle Austausch von 4x „Radlager“ [o.ä. bitte um Korrektur von fachkundigen Lesern] hat bei mehr als einem Tag Arbeitsaufwand immerhin Kosten an Arbeitszeit von 15€ verursacht.
Die
letzte Reparatur des VW-Bus in good`ol Germany hat dagegen auf der Rechnung kosten von
64€ je Arbeitsstunde aufgewiesen. Ergo: Manpower kostet hier garnichts. Die
Arbeitslosigkeit ist so massiv hoch dass Arbeitszeit nahezu wertlos ist.
Daher an dieser Stelle ein rascher Exkurs: Zusammenhängend sei angemerkt dass die Bevölkerungszahl rasant wächst.
Besonders die Zahl der 15-24jährigen jungen Erwachsenen steigt in den Ländern
der Subsahara-Zone massiv. Ghana befindet sich dabei mit einem
Bevölkerungsanteil von 15-24jährigen von
ca. 33% noch im hintere Drittel dieser Staaten. Laut Literatur ist damit zu
rechnen dass sich bis 2o5o die Bevölkerungszahl der Länder der Subsaharazone
von einer auf zwei Milliarden Menschen verdoppeln wird. Wenn diese jungen
Menschen auf einen ohnehin bereits überfüllten Arbeitsmarkt drängen wird dies
schwerwiegende Folgen für die gesamte Region und mittelfristig die Weltgemeinschaft haben. Um diese
Bevölkerungsexplosion aufzuhalten nennt die Fachliteratur neben guten Bildungsangeboten
und guter Gesundheitsversorgung vor allem die Schaffung von Einkommensmöglichkeiten. Dazu gehört u.a. die Nutzung der vorhandenen
Ressourcen in der Nahrungsmittelwirtschaft. In der gesamten Region herrschen
gute Bedingungen für Landwirtschaft die keinesfalls optimal ausgenutzt werden.
Natürlich auch da die Industrienationen -durch Import von Lebensmitteln- hier genug verdienen damit sich deren
Interessen in Grenzen hält aber auch da die Region nicht über eine ausreichende
Energieversorgung -dieses Problem ließe sich durch regenerative Energien lösen-
verfügt, um den Markt zu bedienen. Solange sich an dieser Situation hier vor Ort nichts ändert wird das Verlangen auf eine Verbesserung der Lebensumstände weiterhin mehr und mehr Flüchtlinge vom Kontinent zwingen. Dieses Gesamtbild -und es dämmert auch der Politik dass sich dies nicht mit Stacheldraht und Mauer lösen wird- erinnert dann tatsächlich wieder mal an das
Herz der Finsternis: „Das Grauen, das Grauen.“
Für
interessierte Leser hier die Details:
http://www.berlin-institut.org/publikationen/discussion-papers/jobs-fuer-afrika.html
An
dieser Stelle Danke an den Büroleiter für die Recherche!






Kommentare müssten jetzt funktionieren..
AntwortenLöschenOk, ich habe -nach nur 2 Jahren- gelernt, dass man für Kommentare einen Google account braucht. Schade, aber Kommentare sind sowieso überbewertet. Machen wir also einfach umkommentiert weiter.
AntwortenLöschen