Die Redaktion der Wochenschau verabschiedet sich auf diesem Wege in die glücklicherweise anstehende unterrichtsfreie Zeit. Während sich bei den herrschenden Temperaturen die Vier als Zehnerstelle anschleicht bleibt erneut lediglich die Flucht nach Vorne, in diesem Fall mit offenem Visier Richtung Meer bis zum Tag der Arbeit. Hoffentlich funktioniert die Wegfindung dorthin auch ohne die fehlende Unterstützung der ghanaischen Verkehrsaufsichtsbehörden. Der verehrten Leserschaft hiermit noch vorab ein gesegnetes Osterfest, angenehmen Klimawandel und damit einen frohen Rutsch in den Mai!
Samstag, 13. April 2019
Sonntag, 31. März 2019
Mt. Adaklu Traverse
Zur Traverse von Ghanas höchstem, alleine stehenden Berg benötigt man Folgendes: Ein wellenarmes Wochenende; derzeit häufig gegeben. Einen Wecker um 4:30am; Berg ist leider über 2 Std. Fahrt entfernt. Dazu eine Gruppe gemischt aus Ultra-Ironmen, Triathleten und echten Bergsteigern. Man ergänzt dieses Sammelsurium mit einem local Guide, der den Berg problemlos 3x pro Tag besteigt und schon hat man die optimale Sonntagsbeschäftigung. Machete und ausreichend Getränke für die lange Rückfahrt gehören hier der Vollständigkeit wegen ebenfalls genannt. Summa summarum ergibt dies eine erfolgreiche Querung des Mt Adaklu von West nach Ost, sehr beeindruckend.
Die Redaktion entschuldigt sich an dieser Stelle bereits bei der verehrten Leserschaft für diesen wenig Pulitzer-Preis verdächtigen Beitrag und versucht nun wenigstens die Bilder für sich sprechen zu lassen.
Bei den aktuell vorherrschenden Temperaturen bleiben außer Wasser oder Wildnis wenig Alternativen. Sicherlich kann man auch einen Tag am Pool mit der libanesischen Mafia, den südafrikanischen Ölkartell-Managern, den chinesischen Goldsuchern und den gut situierten Einheimischen verbringen. Man hat sich ja bereits an das Millionärs-Leben im goldenen Käfig gewöhnt dass jeder nicht-Farbige, nicht-Einheimische, hier problemlos leben kann. Man gewöhnt sich erschreckend daran. Wenn man denn will. Denn auf der anderen Seite der -in der Regel recht hohen- Mauer sieht die Sache gewohnt anders bzw. wie gehabt aus.
Donnerstag, 21. März 2019
Vier x Vier
Der mittlerweile vierte Tag der Unabhängigkeit des Gastlandes wurden angemessen mit vier neuen Wasser- -sowie einer Diesel- Pumpe plus vier neuen Riemen -für Irgendetwas- innerhalb von vier Tagen zelebriert. Erneut manifestierte sich dabei die unglaubliche Flexibilität des Nachbarkontinents, man stelle sich spaßeshalber den viermaligen Ein- und Wieder-Ausbau eines solchen Teils etwas weiter nördlich vor. Natürlich übersteigen dabei die hiesigen Arbeitskosten, nicht die hiesigen Sushikosten. Manpower ist so im Überfluss vorhanden, dass dafür nahezu nichts verlangt wird bzw. werden kann. Erschreckend wenn man diesen Gedanken etwas weiterspinnt.
Beinahe ebenso erschreckend ist die aktuelle Wassersportsituation, jegliche ernsthafte Bewegung im südlichen Atlantik lässt weiterhin auf sich warten. Der Independence Day IV wurde dennoch im Wasser gefeiert. Historischer Tribut einem altem Spot mit neuer, befahrbarer sowie ökologisch perfekt abbaubarer Umkleide. Dringend notwendig bei allem was ansonsten mancherorts hier mittlerweile im Meer schwimmt.
Das darauffolgende WE wurde deswegen sicherheitshalber im -in Sachen Wasser- wenn auch nicht Wellenqualität- noch immer gut situierten Gomoah Fetteh verbracht. Dabei konnte sich auch der letzte klebrige Rest Karneval abgewaschen werden.
Sonntag, 10. März 2019
Culinary Krobo
Es ist nicht alles dunkel auf dem dunklen Kontinent. Daher soll hier im Anschluss an zuletzt häufig geäußerte Kritik an Welt- und Landespolitik -besonders über die hier auf diesem Kontinent- mit der neuen Wochenschau ein dringend benötigter, positiver Impuls gesetzt werden. Schließlich kann man es sich, besonders mit der richtigen Hautfarbe und dem -allermeistens- damit verbundenen Geldbeutel hier sehr, sehr gut gehen lassen.
Empfehlenswert ist dabei -aus Sicht der Redaktion- bekanntlich die Kombination aus Bewegung, frischer Luft und kulinarischer Weltklasse. Mit hoch im Kurs stehenden Kochsendungen und allgegenwärtigem food blogging kann hier nicht mitgehalten werden -die Redaktion erblasst vor Neid- dafür vielleicht in der Summe aller erwähnten Faktoren.
Am Mt. Krobo wurden zuletzt diese Faktoren zusammengesetzt und vom Morgengrauen hin bis zur brütenden Mittagssonne langsam zu einem exzellenten Mahl gegart. Auf der Speisekarte stand immerhin smokey guinea-fowl chilli with cornbread and for dessert banana boats. Frei übersetzt ungefähr geräuchertes Perlhuhn-Chili mit Maisbrot, also alles aus regionaler Produktion, und trotz der mittäglichen Gluthitze der optimale Ausklang eines weiteren Hike am mittlerweile bekannten aber an Möglichkeiten scheinbar unerschöpflichem Mt. Krobo. Unerschöpflich allerdings nur Dank dem Wissen der Ghana Mountaineers, ansonsten wäre man mehr Ochs vorm Berg als Perlhuhn danach.
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