Sonntag, 23. September 2018

Trainingslager Olympiade

Kurz vor dem Aufbruch zur 17. Schulolympiade der dt. Schulen im südlichen Afrika -diesmal abgehalten in Windhoek / Namibia- und unserer Zeitrechnung in Afrika nach bereits die 2. insgesamt, ergab sich glücklicherweise noch ein klassisches Regenzeit-Wochenende in Gomoah Fetteh.  
Nach anspruchsvoller Anreise irgendwo durch bislang unbekanntes Hinterland war der Swell zwar lumpy and bumpy aber sicherlich ausreichend um sich nass zu machen. Immerhin sprach die GPS Uhr einer neuen, alten Surfbekanntschaft von Längen um 250m und mehr, also alles in allem ein gutes Training für alle Beteiligten.





Für den Teamchef der GSIS Mannschaft im speziellen, waren doch die vorangegangenen Tage gekennzeichnet durch nervenaufreibenden Verhandlungen mit Eltern der Schule, der namibischen Botschaft, der dt. Boschaft, Air Namibia sowie der dt. Schule in Windhoek um -in letzter Minute- noch sämtliche Papiere und Visa für die Einreise wirklich auch aller unserer Schüler einigermaßen sicher zu stellen. Am Ende hat am Flughafen dann übrigens doch auch das Foto einer beglaubigten Geburtsurkunde per whatsapp ausgereicht. Wer hätte es gedacht. #DIA. Mittlerweile ist das Team wieder zurück und in der nächsten Wochenschau gibt es eine kurze Analyse dieser geringfügig komplexeren Variante der altbekannten Bundesjugendspiele.

Sonntag, 2. September 2018

Moralische Gewissen I +II



Mit dem Tod von Kofi Annan vor zwei Wochen hat sich -der internationalen Presseschau nach- eine der angesehensten, moralischen Instanzen der Weltpolitik der letzten Dekaden verabschiedet. Nach zehn Jahren an der Spitze der Vereinten Nationen, dabei u.a. als Stimme der Weltgemeinschaft gegen den Einmarsch der USA in den Irak aber auch von Rückschlägen wie dem Versagen die Massaker von Srebrenica oder in Ruanda zu verhindern gezeichnet, gebührt dem Mann weltweit allergrößter Respekt und entsprechend gilt er hier in seiner Heimat, neben dem Gründer der Nation Kwame Nkruma, als Volks- und Staatsheld Nummer Eins. Eine Woche Staatstrauer sowie ein Staatsbegräbnis im September sind die zeitnahen Folgen davon, mit weiteren Feiertagen ist allerdings ganz sicher ebenfalls zu rechnen.

Der Zeitpunkt des Kurzbesuchs der Kanzlerin fiel mitten in diese Phase und hatte einen eindeutig wirtschaftlichen Schwerpunkt. Während den sieben Stunden Aufenthalt in der Hauptstadt gab es ein Treffen mit MP Akufo-Addo, Gespräche der üblicherweise mitgereisten Wirtschaftsdelegation (z.B. Bosch, VW) über Investitionen im Land sowie zum Ausklang ein Besuch im -von der GIS finanzierten- Impact Hub in Osu um ghanaische Start-Ups stärker zu finanzieren. Bottom line des Aufenthalts war offiziell eine verstärkte Zusammenarbeit beider Länder mit dem inoffiziell mitschwingenden Credo die Flüchtlingsraten zu senken indem lokale Anreize geschaffen werden. Sämtliche befreundeten Mitarbeiter bei der Botschaft sind übrigens sicherlich noch immer am feiern dass alles einigermaßen planmäßig verlaufen ist und das moralische Gewissen der Nation das Land heil wieder verlassen hat.

Surfline Ghana: Kofis swell was solid and an excellent season still in full swing.

Dienstag, 21. August 2018

Grüne Hölle

Kurz vor der ersten Vorstellung der neuen Spielzeit in der pädagogischen Manege gab es, am Vortag, dazu passend außerdem den Saison-Eröffnungs-Hike der Mountaineers. Mittlerweile als Alternative zum bewegten H2O durchaus etabliert und zusätzlich, da als BBQ-Hike angelegt, besonders attraktiv so kurz vor der anstehenden Tournee des große Zirkus fiel die Entscheidung verhältnismäßig simpel. 



Allerdings sei an dieser Stelle erwähnt dass, obwohl es bis für eine angebliche Regenzeit wenig bzw. fast gar nicht geregnet hat, doch ein massiver Unterschied in der Vegetation feststellbar ist. Die Ebenen sind grün, das Gras hoch und die Pfade kaum zu erkennen. Verglichen mit ähnlichem Gelände zur Trockenheit eine mittelgroße Umstellung und dem frohen Wandersmann transparent gemacht durch fehlende Sicht, sowohl Nah als auch Fern, scharfkantiges sowie gerne mannshohes Gras mit qualitativ hochwertigem Schnittpotential und der gewohnt sportlichen Temperatur nur dass diese durch eine gestiegene Luftfeuchtigkeit abgerundet wird. Ergo, es fühlt sich an wie Afrika.



Dennoch ist durch den sozialen Akzent der Saisoneröffnung der sportliche Schwerpunkt geringfügig in den Hintergrund verschoben worden. Schließlich wollte noch ein BBQ entfacht und der transportierte Getränkenachschub am Gipfel evaluiert werden, damit anschließend beim Abstieg weniger Kilo auf die Truppe zu verteilen ist. Durch diese Annehmlichkeiten -Anm. d. Red.: Morgendliches BBQ im Nirgendwo ergänzt durch importierten Rotwein erhält das Prädikat unbedingt empfehlenswert- ein überaus gelungener Ausflug in die grüne Hölle.






Samstag, 11. August 2018

Licht & Schatten


Mit der Heimreise der Redaktion ins Herz der Finsternis stand zum Ende der pädagogikfreien Zeit noch der Besuch unserer Gastgeber der letzten drei Weihnachten vom Kap der guten Hoffnung ins Haus. Im Zuge dessen sollten Licht und Schatten gemeinsam ertastet werden, befinden wir uns doch im Herzen der Swell-Saison, allerdings auch im Herzen der Regenzeit.






Die Besucher aus dem Süden des Kontinents wurden dabei gebührend kolonial empfangen und die ersten Tage -ohne Swell & ohne Regen- zum Akklimatisieren ins heimatliche Gomoah Fetteh gebracht. Dafür war das Licht für Tischtennis sowie Bar- und Frisörbesuche geradezu ideal.




Anschließend führte die Route weit nach Osten um neue Kleidung abzuholen. Der sportliche Aspekt der Reise konnte dabei ebenso bestätigt werden, wie kurzfristige Ölwechsel unter Mangobäumen sowie das Besichtigen von der Kleidung der Besucher angemessenen Kolonialbauten. Tolles Licht, wenig Schatten, letzterer höchstens auf dem Wasser.

















Nach der Rückkehr in die Hauptstadt ging es weiter nach Norden um einige wellenarme Tage in den Bergen zu verbringen. Ohne guiding durch die Ghana Mountaineers wurde sich dabei unterhalb der gewohnten 8000er Marke aufgehalten, dennoch ein interessanter Kontrast an Licht und Schatten zur bisher vorherrschenden Höhe Null.





Zum Ausklang galt des dann abermals die erhoffte Bewegung im südlichen Atlantik zu genießen. Gomoah Fetteh in guter Form war dem Niveau des Besuch vom Kap angemessen und alle Beteiligten waren anschließend überaus zufrieden mit dem Verlauf der Reise.