Mittwoch, 30. Mai 2018

Wind of change

Willkommen zur Wochenschau mit einem traditionsgemäß breiten Angebot von afrikanischer Politik und Wirtschaft über den Sport bis zum Wetter. 
In den Wirtschaftsnachrichten Afrikas gilt Ghana stets als Paradebeispiel in Sachen Entwicklung. Der Business Times Africa nach wächst die einheimische Wirtschaft kontinuierlich, besonders seit der Wahl des neuen Präsidenten im Dezember 2o16. Laut World Bank wird Ghana im Jahr 2o18 die am stärksten wachsende Wirtschaft Afrikas hervorbringen. Angetrieben wird dies hauptsächlich vom Export von Rohstoffen -Öl, Gas und Edelmetallen- sowie Kakaoprodukten. Großzügig unterstützt wird das Land dabei aus dem Reich der Mitte, selbstverständlich ohne die übliche Rücksicht auf Natur, Einhaltung der Menschenrechten und dem Vorrang vom absoluten, langfristigen Eigennutz von deren Seite. Der zweite große Unterstützer ist die EU mit vielen positiven -wirtschaftlichen und sozialen- Kooperationen und Projekten. Grundsätzlich sei dabei allerdings angemerkt, dass hier -und auf dem gesamten Kontinent- speziell die „Entwicklungshilfe“ -bzw. heutzutage „Entwicklungszusammenarbeit“- mindestens teilweise ein aufgeblähter, um Spenden kämpfender, sich-selbst-erhaltender und leider zu oft Gelder sinnfrei verbrauchender, ineffektiv arbeitender Apparat geworden ist. Folgt man der aktuellen Literatur, so scheint es zumindest nicht an Spendengeldern sondern an Effizienz zu mangeln. Für alle interessierten Leser anbei eine -von vielen in diese Richtung gehende- aktuelle Buchempfehlung.
Außerdem kommt die durchaus positive, wirtschaftliche  Entwicklung natürlich nicht bei allen Einheimischen an. Große Probleme bereiten nach wie vor eine instabile Energieversorgung sowie die alle Ebenen durchziehende Korruption. Es ist zwar nicht so dramatisch wie in anderen Ländern auf dem Kontinent aber auch hier geht die Schere zwischen Arm und Reich sehr schnell, sehr weit auseinander. Der palastartige Neubau des ehemaligen Finanzministers in unserer Nachbarschaft -ungefähr so groß wie Schloss Neuschwanstein- ruht, seit dem dieser nicht mehr Finanzminister ist. Es versickert also auch hier sehr, sehr viel Geld -auch bedingt durch die vorherrschende „me-first-Mentalität“, man grenzt sich gerne nach unten ab- bei der Elite und es kommt wenig beim Großteil der Bevölkerung an. 
Allerdings gibt es auch zahlreiche Initiativen, die ganz hervorragende und durchaus unterstützenswerte Arbeit leisten. Deswegen an dieser Stelle ein kurzes Video der Schweizer NGO „chance for children“, dem Kooperationspartner unserer pädagogischen Anstalt und erfahrenen Lesern bereits bekannt, die sich mit hervorragender Arbeit um ca. 90 000 Straßenkinder in Accra kümmert. An dieser Stelle Teil 1 deren soeben neu gedrehter 5-teiligen Serie.

Zum Sport. Die Saison für Wassersport ist ziemlich gut angelaufen und der einsetzende südafrikanische Winter versorgt die gesamte Küste mit konstant guten Bedingungen. Erfolgreich ergänzt wurden die letzten Wochen dabei durch den „African Union Day“ -dem Pendant zum dt. Pfingsten- und es konnte abwechselnd ausreichend Zeit nahe dem Ozean in Gomoah Fetteh und auch an der Left von Kokrobite verbracht werden. Lediglich die Wasserqualität leidet aktuell deutlich unter den verstärkten Regenfällen. An ein Betreten des Wassers -gerade an Spots in Stadtnähe- ist daher nicht zu denken. Und dies sind nur die sichtbaren Teile im Meer.






Good from far...
...but far from good
 Wasserqualität auf allen Ebenen gewohnt gut

Abschließend zum Wetter. Die sich ändernde Großwetterlage mit mehr Regen -und endlich erträglicheren Temperaturen- bringt auch -speziell für den auf dem Weg zum Meer- durchaus ambitionierten Motorsportler verstärkte Herausforderungen mit sich. Bislang machte sich dabei die Investition in etwas mehr Profil bereits bezahlt und wir konnten das Ziel noch jedes Mal erreichen. Es war es jedes Mal wert.


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