Eine der Hauptverkehrsadern des Landes, die N2, vergleichbar mit der Relevanz einer A3 o.ä., führt aus der Greater Accra Region, der Region um die Hauptstadt, Richtung Nordosten zum Volta. Strategisch bedeutsam, da der dortige Volta-Staudamm für einen Großteil der Energieversorgung des Landes unentbehrlich ist. Um in die umliegende Berge zu kommen, muss besagte N2 irgendwann verlassen werden und dann entwickelt sich die Straßenlage stets identisch. Je weiter man sich von der N2 entfernt, desto schlechter wird die Qualität der Strasse. Prinzipiell nichts Ungewöhnliches, nur dass diese Strecken beim zuständigen Verkehrsministerium allesamt als vollständig ausgebaut, asphaltiert und somit fertig gestellt eingetragen sind. Auf dem Papier ist das Verkehrsnetz also entsprechend vorhanden.
In der Realität funktioniert dies dann in etwa Folgendermaßen: Natürlich gibt es Gelder zum Ausbau etc. und damit wird dann auch angefangen zu arbeiten. Dann fängt jeder Beteiligte -Firmen, Politiker, lokale Chiefs, Arbeiter usw.- an die Hand auf zu halten. Dann wird das Geld weniger. Dann wird minderwertiges Material gekauft. Dann wird das minderwertige Material mit Sand gestreckt. Dann entstehen erste Schwachstellen. Dann geht auch das gestreckte Material aus. Dann wird aus der Straße endgültig eine dirt road. Dann ist kein Geld mehr für Maschinen und Arbeit vorhanden. Dann hört auch die dirt road auf. Dieses Ende der ausgebauten Strasse ist dann im Verkehrsministerium eingetragen. Immerhin weiß man so bis wohin man -ziemlich sicher- mit -zumindest einem 4WD- dem Auto kommen sollte.
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